Am 27. Februar 2026 fand der Equal Pay Day statt. An diesem Tag wurde der aktuelle Gender Pay Gap – also die Lücke in den Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen – der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Gender Pay Gap wird jedes Jahr vom Statistischen Bundesamt nach einer europaweit einheitlichen Berechnungsmethode ermittelt.
Vereinfacht bedeutet das: Wie lange mussten Frauen im Jahr 2026 zusätzlich arbeiten, um das Einkommen zu erreichen, das Männer bereits bis zum 31. Dezember 2025 verdient hatten? Symbolisch fiel dieser Tag in diesem Jahr auf den 27. Februar. Bis zu diesem Datum arbeiteten Frauen rechnerisch, um den Vorjahresverdienst der Männer auszugleichen.
Weitere Untersuchungsergebnisse zeigen deutliche Unterschiede:
- Frauen leisten durchschnittlich 30 Stunden pro Woche unbezahlte Arbeit, Männer 21 Stunden.
- Nur 29,1 Prozent der Führungskräfte sind weiblich.
- Die Alterseinkünfte von Frauen lagen 2024 um 25,8 Prozent unter denen der Männer.
- Der Gender Pay Gap betrug 2025 im Osten 5 Prozent, im Westen 17 Prozent.
Damit bleibt Deutschland eines der Schlusslichter in der EU. Die genannten Zahlen sind durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend abgesichert.
Der SoVD stellte diese Ergebnisse unter anderem in Ostholstein in mehreren Orten vor. Die Ortsvereine Oldenburg, Lensahn und Schönwalde informierten am 27. Februar 2026 während des Marktes in der Neustädter Fußgängerzone über die aktuellen Zahlen. Unterstützt wurden sie von der Kreisfrauensprecherin des SoVD, Sylvia Böttcher, sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neustadt, Natalia von Levetzkow.
